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Dieter Voges kontrolliert die Geräte der Vechelder Feuerwehren
Zeitungsbericht über den Gemeindesicherheitsbeauftragten, erschienen am 11. August 1994 in der Braunschweiger Zeitung / Peinerteil, Foto:M.Robeck
VECHELDE (rob) Warmes Sommerwetter, auch am Abend kaum Abkühlung. Fast jeder ist im
Freibad oder ruht sich an einem schattigen Plätzchen aus. Nicht so Dieter Voges. Der 53 Jahre
alte Wedtlenstedter arbeitet als Gemeindesicherheitsbeauftragter der Freiwilligen Feuerwehr
Vechelde: Regelmäßig überprüft er die Geräte der 17 Ortswehren in der
Gemeinde Vechelde.
Auch derzeit ist er wieder unterwegs, um die Funktionsfähigkeit etwa der Leitern, Krankentragen, Sicherheitsgurte und Leinen zu kontrollieren. "Die Frauen und Männer, die in den Wehren aktiv sind, müssen sich bei den Einsätzen hundertprozentig auf die Geräte und Sicherheitseinrichtungen verlassen können", erläutert Voges. "Deshalb ist es wichtig, alles von Zeit zu Zeit auf seine Belastbarkeit hin zu überprüfen."
Bei seinen Überprüfungen kann sich Voges keineswegs nur auf die kühlere Jahreszeit
beschränken. So sieht man ihn auch während der Sommerferien mit dem roten Ford Transit,
Baujahr 1962, einem eigens für den Transport des Prüfgerätes umrüstbaren
Mehrzweckfahrzeug durch die Vechelder Ortschaften fahren. Ansonsten dient das Fahrzeug der
Wedtlenstedter Ortsfeuerwehr als Mannschaftstransportwagen (MTW).
Bereits seit 13 Jahren ist Voges Gemeindesicherheitsbeauftragter, und zwar mit Leib und Seele. "Trotz der Arbeitsbelastung und dem nicht gerade geringen Zeitaufwand macht es mir immer noch Spaß", erzählt er, während er mit geübten Handgriffen ein Steckleiterteil nachmißt. Voges wurde an der Niedersächsischen Feuerwehrschule in Celle zum Gerätewart ausgebildet. Eine weitere spezielle Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten benötigte er nicht. Allerdings finden regelmäßig Unterweisungen für alle Gemeindesicherheitsbeauftragten des Landkreises Peine statt. In seiner 13-jährigen Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter hat sich Dieter Voges mittlerweile ein beachtliches Fachwissen und ein gehöriges Maß an Routine angeeignet. Mit geschultem Blick erkennt er selbst kleine Fehler an den Geräten in Windeseile.
Das Prüfgerät ist eine Art "Streckbank", auf der die Steckleitern und Krankentragen und
bis vor kurzem auch Hakengurte, die allerdings inzwischen restlos ausgemustert wurden,
geprüft werden. Leitern und Tragen werden einer Zugbelastung von 80 Kilopond ausgesetzt.
Die Hakengurte mußten sogar 150 Kilopond aushalten, ohne über ein bestimmtes Maß
hinaus nachzugeben.
Um alle Ortswehren der Gemeinde Vechelde ordnungsgemäß betreuen zu können, ist Voges mehr als 20 Mal im Jahr unterwegs. Die Prüfungen dauern dabei je nach Größe der Wehr und Anzahl der zu prüfenden Geräte drei bis fünf Stunden: insgesamt also 80 bis 100 Stunden reine Prüftätigkeit im Jahr. Hinzu kommt noch die Zeit für die Fahrten, die Schreibarbeit, die Unterweisungen und andere Besprechungen. Jährlich fährt Dieter Voges etwa 250 Kilometer: In den 13 Jahren seiner Prüftätigkeit hat der begeisterte Feuerwehrmann schon mehr als 3200 Kilometer zurückgelegt Geld sieht er für diese Arbeit übrigens nicht Er macht dies alles ehrenamtlich - neben seinem Beruf als Bauschlosser. Und außerdem ist Voges aktives Mitglied und Gerätewart der Wedtlenstedter Ortswehr, der er seit 1973 angehört Kurz gesagt: Dieter Voges ist wohl einer der Fleißigsten in den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Vechelde. |